Nezahat Baradari erneut als Bundestagskandidatin für den Wahlkreis 149 Olpe/Märkischer Kreis I nominiert

Auch in diesem Bundestagswahlkampf wird die 55-jährige Nezahat Baradari, die seit zwei Jahren die Abgeordnete für den Wahlkreis ist, die Bundestagskandidatin der SPD sein.

Die Vorsitzenden der SPD Olpe und Wenden, Christin-Marie Stamm und Jutta Hecken-Defeld gratulieren der frisch gewählten Bundestagskandidatin Nezahat Baradari


Bundestagskandidatin Nezahat Baradari

Attendorn. Auch in diesem Bundestagswahlkampf wird die 55-jährige Nezahat Baradari, die seit zwei Jahren die Abgeordnete für den Wahlkreis 149 Olpe/Märkischer Kreis I ist, die Bundestagskandidatin der SPD sein. 31 Stimmen der insgesamt 51 Delegierten konnte sie bei der Wahlkreisdelegiertenkonferenz in der Stadthalle Attendorn auf sich vereinen. Der 32-jährige Sercan Celik aus dem Märkischen Kreis, der ebenfalls seinen Hut in den Ring geworfen hatte, erhielt 9 Stimmen. Es gab 11 Enthaltungen.

Beide Kandidaten bewarben sich bei den 26 Delegierten des Märkischen Kreises und den 25 Delegierten des Kreises Olpe in einer rund zehnminütigen Rede. Um die Veranstaltung so kurz wie möglich zu halten, wurde auf eine Aussprache in der Konferenz verzichtet. Parteimitglieder und Delegierte hatten im Vorfeld bereits in mehreren Online-Konferenzen Gelegenheit gehabt, mit den Kandidaten in den Austausch zu kommen und ihre Fragen zu stellen.

Als ihre sozialdemokratischen Kernthemen nennt Nezahat Baradari ihren Einsatz für soziale Gerechtigkeit. Ihre weiteren politischen Schwerpunkte sind die Gesundheitspolitik sowie die Arbeits- und Bildungspolitik. Aus einfachen Verhältnissen stammend, weiß sie, was es heißt „ganz unten“ zu sein. Sie selbst hat als Kind erlebt, was es bedeutet, arm zu sein und ein Flüchtling. Sie habe sich aus eigener Kraft hochgearbeitet. „In stürmischen Zeiten braucht die SPD jemanden mit Erfahrungen und Standhaftigkeit, um die Brücke zwischen dem Parlament und den Kommunen zu sein.“

Ihr gutes Netzwerk will sie nutzen, um unsere wirtschaftlich starke Region weiter voranzubringen. Nur gemeinsam mit Gewerkschaften, IHK und Handwerkskammern könne man der Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte entgegenwirken. „Flächendeckende Tarifverträge sind der beste Schutz vor prekärer Beschäftigung und Armut im Alter.“ Die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro sei überfällig. Das Kurzarbeitergeld hätte es ohne die SPD nicht gegeben. Sie trifft auf viele Bürger*innen in ihrem Wahlkreis. Ungerechtigkeiten aus dem Weg zu räumen – darin sieht sie ihre Aufgabe. Würdevolle Pflege sei ein weiteres Kernthema der SPD. Mit flächendeckender tariflicher Bezahlung könne man Fachkräftemangel entgegenwirken. Ein Systemwechsel hin zu einer einheitlichen Pflegeversicherung sei ein „Muss“. „Die Axt darf nicht bei der gesundheitlichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger angelegt werden und Profite dürfen nicht auf Kosten unserer Versorgung gehen.“ Sie kämpfe für Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche, für die Kindergrundsicherung und für verankerte Kinderrechte im Grundgesetz. In die Rentenversicherung einzuzahlen müsse für jeden Beamten und für jedes Kind gelten.

Sercan Celik erklärte, für ihn stehe der Mensch im Mittelpunkt. Für ihn als demokratischen Menschen sei die Demokratie wichtiger als alle Differenzen. Mit Solidarität – Versöhnung – Bodenständigkeit und Respekt lasse sich glaubwürdige Politik gestalten. Er werde im Fall eines Sieges dafür kämpfen, die alten Werte der Sozialdemokratie wieder nach vorne zu bringen, vor allem die Solidarität. Er verstehe sich als Bindeglied zwischen Jung und Alt. Sein Ziel sei es, ehemalige Wählerinnen und Wähler zurück zu gewinnen. Er möchte Menschen für die Partei gewinnen, indem er sie von ihren Werten und ihrer Politik überzeugt. Ein Viertel der Wahlberechtigten gingen heute nicht mehr wählen. 34 Prozent glaubten, dass Politiker kein offenes Ohr hätten. Er möchte junge Menschen aktiv mitgestalten lassen. 80 Jusos würden sich bundesweit für ein Mandat bewerben, darauf könne die Partei stolz sein. Als wichtige Politikfelder benennt er die Unterstützung unserer starken Industrieregion und die Stärkung der Forstwirtschaft. In dieser Branche seien so viele Menschen tätig, wie in der Automobilindustrie. Er möchte die medizinische Versorgung und das digitale Lernen stärken. Die Bildung der Kinder dürfe nicht abhängig sein vom Portemonnaie ihrer Eltern. Er appellierte an die Delegierten: „Ich habe der SPD viel zu verdanken, lasst mich davon etwas zurückgeben.“

Im ersten Wahlgang setzte sich Nezahat Baradari gegen ihren Mitbewerber durch. Nach ihrer Wahl bedankte sich die Bundestagskandidatin bei den Genossinnen und Genossen für das entgegengebrachte große Vertrauen. Es sei ihr eine große Ehre, diesen Wahlkreis wieder zu vertreten. Sie appellierte an alle, für die gemeinsamen Werte zusammenzustehen. „Ab jetzt ist Wahlkampf!“ rief sie den applaudierenden Delegierten zu.

 

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