Diskussion: Corona-Pandemie im Kreis Olpe und Vorbereitung der Kommunalwahl 2020

Der geschäftsführende Vorstand des SPD-Kreisverbandes Olpe kam nach Ostern im Rahmen einer Telefonkonferenz zusammen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand natürlich das Thema Corona und die sich hieraus ergebenden Folgen für den Kreis Olpe. Ferner nahm die Vorbereitung der Kommunalwahl breiten Raum ein.

Der SPD-Kreisvorsitzende Robert Kirchner-Quehl zur aktuellen Situation: „Die derzeitige Coronavirus-Pandemie ist beispiellos in der Geschichte unseres Kreises, seinen Kommunen und der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Alle Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichen Kräfte werden dadurch in einer nie gekannten Dimension herausgefordert – bis in den persönlichen Alltag“.

Der SPD-Kreisvorstand stellte fest: Wir alle sind durch die Coronavirus-Pandemie in bisher unbekannter Weise betroffen. Uns ist daher bewusst, welche Einschränkungen die derzeitigen Verhaltensregeln für alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis Olpe bedeutet. Umso dankbarer sind wir dafür, dass die notwendigen Maßnahmen überwiegend so bereitwillig und sorgsam mitgetragen werden. Unser Kreis zeigt in dieser Situation seine ganze Stärke als solidarische, kreative und auch leistungsstarke Gemeinschaft.

Wenn auch zu Beginn der Pandemie bei der Kreisverwaltung sicherlich „nicht alles rund lief“, so haben sich die Abläufe inzwischen doch weitestgehend eingespielt. Besonders dankbar sind wir für die offene Informationspolitik des Landrates, der täglich umfassend die aktuellen Zahlen veröffentlicht, was man von vielen anderen Kreisen in der Form nicht sehen kann. Die Zahl der positiv getesteten Personen in unserem Kreis ist hoch. Um konkret die Anzahl werten zu können, muss man diese auch in die Zahl der Getesteten insgesamt und die Einwohnerzahl ins Verhältnis setzen. Dieser Vergleich ist im Hinblick auf eine mangelnde Offenheit anderer Kreise nicht möglich.

Unser besonderer Dank geht in diesen Tagen an alle Menschen, die derzeit in herausragender Weise für uns alle da sind. Sie alle wachsen fast täglich über sich hinaus – und müssen doch mit dem Gedanken leben, ihr Engagement immer noch weiter steigern zu müssen.

Unsere höchste Anerkennung und Dank haben alle Beschäftigten in den Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen, bei Feuerwehr, Rettungsdienst, Ordnungsämtern und Polizei: Sie stehen ganz vorne bei der Hilfe für die Menschen im Kreis Olpe und bei der Umsetzung der gravierenden Verhaltensregeln.

Nicht vergessen wollen wir dabei all die Menschen, die ihr eigenes Sicherheitsbedürfnis zurückstellen, unseren Alltag aufrechterhalten und uns versorgen: die Beschäftigten in den Supermärkten, im Handwerk und Einzelhandel. Mit viel Engagement und kreativen Ideen schaffen sie es, trotz aller Einschränkungen viele Annehmlichkeiten unserer Kommunen zu bewahren. Herzlichen Dank dafür!

Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis Olpe den notwendigen Weg aus Vernunft, Engagement, Solidarität und Mitmenschlichkeit auch weiter zu gehen. Unterstützen wir uns gegenseitig! Zeigen wir uns solidarisch – mit unseren Nachbarn, mit unseren Einzelhändlern, Gastronomen, Handwerkern und Dienstleistern! Und bereiten wir uns gemeinsam darauf vor, unseren Kreis hoffentlich schon bald wieder mit neuer Energie weiter zu gestalten.

Bernd Banschkus, nominierter Landratskandidat der SPD: „Für die außergewöhnlichen Herausforderungen dieser Wochen gibt es keine Blaupause, so dass fast alle Entscheidungen ohne die Sicherheit von Erfahrungen oder gar klarer gesetzlicher Regelungen getroffen werden müssen. Das gilt auch für den gesamten kommunalpolitischen Prozess, der trotz der Pandemie-Lage wichtige Beschlüsse hervorbringen muss. Insofern ist es wichtig, dass der Landrat und die Fraktionen eine Form der Entscheidungsfindung verabreden, die nach sorgfältiger Abwägung aller Rechtsgüter der aktuellen Lage Rechnung trägt. Gleiches gilt für die Bürgermeister und ihre Kommunen. Eine Verdeutlichung der politischen Haltung in einer Diskussion muss daher in der Abwägung gegen den Wunsch der Gesunderhaltung aller Beteiligten zurücktreten. Eine verpflichtende Öffentlichkeit kann durch die Nutzung moderner Techniken hergestellt werden“.

„Gleiches gilt auch für die Rückkehr in das normale Leben. Hier muss im Entscheidungsprozess der kommenden Wochen die Gesundheit vor der Wirtschaftlichkeit stehen. Als SPD-Kreisverband Olpe wollen wir daran mit aller Kraft und Zuversicht mitwirken“, so Kirchner-Quehl abschließend.

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