Haben Sie mehr Respekt für heilende und pflegende Hände!

„In der CoViD-Pandemie sind wir alle gesamtgesellschaftlich gefragt, uns gegenseitig zu helfen. Im respektvollen Miteinander werden wir diese schwierige Zeit überstehen. Die Bürgerinnen und Bürger gehen zum größten Teil sehr verantwortungsvoll und sensibel mit dieser Situation um. Laut den führenden medizinischen Forschungsgesellschaften haben wir den Gipfel der CoViD-Infektion in Deutschland allerdings noch nicht erreicht. Wir hoffen, dass uns die schrecklichen Bilder aus Italien und Spanien erspart bleiben werden. Daher ist unser Appell an die Bürgerinnen und Bürger Geduld zu haben und die direkten sozialen Kontakte weiterhin einzuschränken.

Unser großer Dank gilt allen medizinisch und pflegerisch tätigen Menschen, allen Teams in der Reinigungs-, Labor- und Logistikbranche und vielen anderen. Sie geben Tag für Tag ihr Bestes. Wir haben eine epidemische Lage mit nationaler Tragweite und deshalb war es richtig, neben finanziellen und sozialen Unterstützungen, weitreichende Maßnahmen wie Kontaktsperren zu erlassen.“ halten Nezahat Baradari, Bundestagsabgeordnete für den Märkischen Kreis I und Kreis Olpe und Wolfgang Jörg, Landtagsabgeordneter für Hagen mit Betreuungswahlkreis Olpe, fest.

„Das mit heißer Nadel geschriebene „Epidemiegesetz“ in NRW in dieser Form, wonach Ärztinnen und Ärzte, Schwestern, Pflegerinnen und Pfleger zwangsrekrutiert werden sollen, lehnen wir als SPD-Politiker entschieden ab! Dies ist ein Schlag in das Gesicht der täglich hart arbeitenden Menschen, die unsere Kranken heldenhaft retten und pflegen. Diese Menschen erwarten kein Lob der Politik, ja selbst der niedrige Lohn gerade in der Pflegebranche und anderen Berufen wird von ihnen hingenommen, weil sie Menschen helfen und heilen wollen und darin den übergeordneten Sinn ihres Berufes sehen. Jetzt eine Zwangsrekrutierung per Gesetz quasi durchsetzen zu wollen, zeigt die Sozialschwäche einiger Politiker und dass sie den Altruismus dieser Leistungsträger nicht erkennen können oder wollen.“ befinden Baradari und Jörg.

„Die Bevölkerung erwartet zu Recht eine beherzte Exekutive, aber keine unverhältnismäßigen Aufhebungen der schwer erkämpften bürgerlichen Rechte und Freiheiten. Wir wünschten uns, dass sich CDU-Ministerpräsidenten nicht im Schaulaufen um das Amt der Parteivorsitzenden gegenseitig ausstechen, sondern sich um die gesundheitlichen Belange der Bürgerinnen und Bürger und der im Medizin- und Pflegebetrieb arbeitenden Menschen mit Wertschätzung kümmern.

Die dringende Beschaffung von einfachen Utensilien wie Mundschutzmasken und Schutzkitteln ist immer noch nicht in Gang gekommen“, kritisieren die beiden Abgeordneten weiter. „Insbesondere im

niedergelassenen ärztlichen Bereich fehlt es an Schutzmaterialien an allen Ecken und Kanten für die Angestellten!“ beschwert sich die Bundestagsabgeordnete und zugleich praktizierende Kinder- und Jugendärztin Nezahat Baradari.

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Pflegeeinrichtungen und sonstige Medizineinrichtungen fühlen sich allein gelassen von ihren Standesvertretern und den Gesundheitspolitikern, behaupten beide SPD-Politiker. Sie können weder dem NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet noch dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechtzeitiges und vorausschauendes Krisenmanagement bescheinigen. „Die Analyse von Versäumnissen muss aber warten, es gilt die Menschen adäquat medizinisch und pflegerisch zu versorgen. Das ist jetzt das Gebot der Stunde und keine Parteipolitik. Es braucht keine Zwangsrekrutierung, denn diese Menschen tun ihren Job aus Überzeugung. Haben Sie mehr Respekt für heilende und pflegende Hände“ fordern die Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari und Landtagsabgeordnete Wolfgang Jörg abschließend.

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