Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag sprach über die Zukunft der Partei

Von links: Reinhard Jung, Vorsitzender der AG 60 Plus, Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion Thomas Kutschaty und Walter Sinzig, stv. Vorsitzender der AG 60 Plus

Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz, Radaktion LokalPlus

Kreis Olpe. Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Fraktion und Oppositionsführer im Landtag von Nordrhein-Westfalen, war am Freitag, 23. November, zu Gast in Attendorn. Eingeladen hatte ihn der SPD Kreisverband, der zu einem Infoabend in das Benediktiner Wirtshaus geladen hatte.

Doch zunächst war von den rund 40 Zuhörern ein wenig Geduld gefragt, denn der ehemalige NRW-Justizminister kam mit gut einer halben Stunde Verspätung. Der für den Abend ebenfalls angekündigte SPD-Abgeordnete im Landtag, Wolfgang Jörg, hatte sich krankheitsbedingt abgemeldet.

Die Zeit nutzte Reinhard Jung als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft 60plus der SPD, um deren Arbeit vorzustellen. „Wir, die über über 60 Jahre alt sind, wollen uns noch einbringen. Wir wollen mitdenken, mitreden und mitgestalten“, so Jung. „Immerhin gehören ein Drittel aller Wähler in die Altersklasse 60 plus.“ Im Kreis Olpe seien außerdem 50 Prozent der SPD-Mitglieder über 60 Jahre alt.

Nach der Ankunft von Kutschaty ergriff zunächst Wolfgang Langenohl das Wort. Im Anschluss begrüßte auch Robert Kirchner-Quehl, Vorsitzender des SPD Kreisverbandes, den Ehrengast, der schließlich selbst zu Wort kam.

Er bemängelte, dass man immer versuche als SPD es allen recht zu machen. „Allein unser Parteiprogramm ist über 200 Seiten stark und taktisch ausgerichtet, dass man möglichst wenig Wähler verliert.“ Dass dieses nicht funktioniere, zeigten die Umfrageergebnisse. Daher fordere er, sich mit prägnanten Aussagen auf die Stärken der SPD zu konzentrieren. Sozialdemokratische Grundthemen Die drei Aussagen: „Meine Kinder sollen es einmal besser haben als ich“, „Wenn ich 40 Stunden in der Woche arbeite, dann muss ich davon auch leben können“ und  „Wenn ich 40 Jahre gearbeitet habe, dann brauche ich mir um meine Rente und Pflege im Alter keine Sorgen machen“, sollten seiner Meinung nach wieder die Grundlagen der SPD Arbeit werden.

„Mit diesen Themen können wir die Menschen wieder für die SPD gewinnen. Ich bin Mitglied der SPD und nicht der großen Koalition. Deshalb kann ich nicht mehr hören, das kriegen wir in Berlin nicht durch, wenn wir als SPD in der GroKo Vorschläge machen. Wir brauchen diese Visionen, sonst wird uns niemand mehr wählen. Aber wir brauchen auch die Basis als Multiplikatoren, um für die sozialdemokratischen Ideen zu kämpfen“, so Kutschaty. Dem konnte die Basis in Attendorn nur zustimmen.

 

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