
Die Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik im Kreis Olpe (SGK) hatte zu einer Besichtigung des Interkommunalen Gewerbeparks Hüppcherhammer eingeladen. Die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes der SGK, Peter Susel, Sibille Niklas und Florian Hahnl, konnten rund zwanzig interessierte Kommunalpolitiker aus den SPD-Ortsvereinen begrüßen. Für die fachkundige Führung über das Gelände stand der Geschäftsführer des Gewerbeparks, Winfried Quast, zur Verfügung.
Wie interkommunale Zusammenarbeit gelingen kann, zeigt das Gemeinschaftsprojekt der Städte Olpe und Drolshagen. Den langen Prozess von der Planung bis zur heutigen Vermarktung der Grundstücke, stellte Winfried Quast eindrucksvoll dar. Entstanden ist ein Gewerbegebiet im Grünen, mit guten Bedingungen für Unternehmen, vor allem für Neuansiedlungen. Verteilt auf drei Bauabschnitte entstehen seit dem Baubeginn im August 2011 moderne Gewerbeflächen nahe der A45, die über eine Zufahrt von einem Kilometer schnell zu erreichen ist. Bis zum Autobahnkreuz Olpe-Süd an der A4/A45 sind es nur vier Kilometer. So sind die Metropolen an Rhein und Ruhr sehr gut erreichbar. Vermarktet wird der Gewerbepark über die Geschäftsstelle in Olpe.
Die Fläche erstreckt sich auf ein ca. 314.000 qm großes Areal, das zu 26 Prozent durch die Stadt Drolshagen und zu 74 Prozent durch die Stadt Olpe finanziert wurde. Die Gewerbeflächen befinden sich allein auf Olper Stadtgebiet. Attraktive und mit allen Ver- und Entsorgungsleitungen erschlossene Industriegrundstücke liegen jeweils auf einer Ebene und bieten so ziemlich alles, was das Unternehmerherz höher schlagen lässt. Dass es vorwärts geht, konnten die Besucher sehen. Auf etlichen Flächen herrschte Baubetrieb und einige Firmenhallen haben bereits Gestalt angenommen. Bei der Vergabe von Grundstücken wird Wert darauf gelegt, dass der Firmensitz in Olpe nicht nur ein Standort unter vielen ist. Zum Schutz des Wohngebietes am Bratzkopf steht in Kürze der Bau eines Lärmschutzwalls bevor.
Jutta Hecken-Defeld, SPD-Parteivorsitzende und Bürgermeisterkandidatin in Wenden sagte: Was das Gewerbeflächenangebot in Wenden angeht, stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Was wir hier über die enormen zeitlichen Abläufe von der Planung bis zur Realisierung gehört haben, macht das Thema Gewerbegebiet noch einmal dringlicher. Weil keine Erweiterungsflächen vorhanden sind, wandert eine Wendener Firma zum Hüppcherhammer ab. Wenn die Baumaßnahmen planmäßig verlaufen, soll der Umzug nach Olpe bereits Ende des Jahres erfolgen. Dieser Entwicklung müssen wir schnellstens etwas entgegensetzen.
SGK-Vorsitzender Peter Susel hob die Bedeutung des demografischen Wandels hervor: Die Zahl der Einwohner, vor allem in kleineren Ortsteilen ohne eigenen Arbeitsmarkt, wird zurückgehen und die Bevölkerung wird älter. Auf unsere Region, die ja die drittstärkste Industrieregion Deutschlands ist, kommt damit eine große Herausforderung zu. Um den Anforderungen an eine moderne Industrieregion zu entsprechen, muss die Infrastruktur weiter ausgebaut werden. Wir sind auf die Entwicklung neuer Gewerbeflächen und deren Verkehrsanbindung angewiesen. Dazu müssen notwendige Mittel zur Verfügung gestellt werden.